Für einmal keine Gefiederten im Mittelpunkt: Auf einer Alp oberhalb von Airolo konnte ich am 5. August 2019 zwei weisse Murmeltiere beobachten. Ein ausgewachsenes Tier und ein "Halbwüchsiger" posierten sehr schön und lange auf einem Felsen. Das Jungtier versuchte zu säugen, was ihm das Elterntier aber verweigerte. Stattdessen tauschten sie Zärtlichkeiten aus, kraulten und leckten sich gegenseitig. Interessant ist, dass sich für kurze Zeit auch ein normal gefärbtes Jungtier zeigte, dass möglicherweise zur gleichen Familie gehört. Eine sehr spezielle Beobachtung, für mich erstmalig! Weisse Murmeltiere sind offenbar in der Gotthard-Region nicht ganz selten. Laut dem "Centro Biologia Alpina" auf der Alp Piora wurden sie dort öfters schon beobachtet. Nach Angabe des Instituts handelt es sich nicht um Albinismus, sondern um eine  genetische Mutation (W / KIT), die eine Störung oder den Verlust der Fähigkeit bewirkt, Pigmente zu bilden. Es waren an diesem Tag auch einige Steinrötel zu beobachten, leider alle auf grosse Distanz, sowie ein junger, wenig scheuer Steinschmätzer. Auch normal gefärbte Murmeltiere hatte es viele.

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