Das Nuoler Ried ist als Vogel-Rastplatz und ökologisches Vernetzungselement für die anderen wertvollen Gebiete am Oberen Zürichsee äusserst wichtig. Es liegt am nördlichen Ende einer grossen Ebene, die von Wägitaler Aa und Spreitenbach über Jahrtausende in den See hinaus aufgeschüttet wurde. Diese Ebene ist viel grösser als der Frauenwinkel oder die Deltas von Jona und Wurmsbach in der näheren Umgebung. Die heutigen Riedflächen umfassen nur noch einen kleinen Bruchteil des ehemals ausgedehnten, extensiv genutzten Ried- und Heulandes, welches zahlreichen Tieren und Pflanzen einen weiten Lebensraum bot. Das Nuolener Ried ist keine reine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes, wie Pro Natura auf seiner Website schreibt: "An manchen Tagen vertreiben teils dutzendfach querfeldein wandernde, offenbar nicht informierte(!?) Spaziergänger und zahlreiche freilaufende Hunde die empfindlichen Brutvögel von ihren Nestern oder halten die Vögel bereits im frühen Frühling gänzlich vom Brüten ab. Langjährige Beobachtungen zeigen jedoch eine gute Gewöhnung der Brutvögel an die Flugaktivitäten im Flugfeld Wangen-Lachen: Kiebitze brüten nur wenige Meter neben der Landebahn." (aus http://www.pronatura-sz.ch/nuoler-ried)

Für den Vogelbeobachter ist das Gebiet interessant wegen der vielen Raritäten während der Zugzeiten. So konnten wir schon extreme Seltenheiten wie Grasläufer, Graubruststrandläufer, Meerstrandläufer oder Sichler beobachten. In den ständig anwesenden Trupps der Grossen Brachvögel (Bild) sind manchmal auch Ufer- und Pfuhlschnepfen auszumachen. Der Rotkehlpieper ist ein regelmässiger Gast im Nuolener Ried. In den Zugzeiten sind oft auch Trupps von Alpen-, Sichel-, Zwergstrandläufer, Sandregenpfeifer und Kampfläufer sowie andere Limikolenarten anwesend.

Das Nuolener Ried lässt sich auch gut in Kombination mit einem der anderen Schutz- und Vogel-beobachtungsgebiete am und in der Nähe des Oberen Zürichsees besuchen wie etwa Jona-Stampf, Frauenwinkel/Hurden und Kaltbrunner Ried.

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