In den Monaten Dezember und Januar gehört ein Besuch am Bodensee oder am Untersee fast zum «Muss» für jeden Vogel-beobachter. Da ist einerseits die so genannte «Seetaucherstrecke» zwischen Romanshorn und Kreuzlingen, wo sich immer wieder Pracht-, Stern- und Rothalstaucher sowie andere seltene Wintergäste zeigen.

Gute Beobachtungsmöglichkeiten bieten sich beim Schiffssteg in Kesswil, beim Zollershus in Güttingen oder auch im Hafen von Romanshorn. Für die Beobachtung von Seetauchern ist allerdings ein Fernrohr notwendig und gute Fotos lassen sich selten machen, da die Vögel zu weit draussen auf dem See sind.

Die Insel Werd und das Ermatinger-Becken sind die Anziehungspunkte am Untersee. Bei Eschenz und auf der Insel Werd beindrucken im Winter grosse Ansammlungen von Tafel- und Reiherenten (Bild), auch Schellenten sind in grössere Zahl zu beobachten. Grosse Lachmöwen-Schwärme sind dort ebenfalls anzutreffen und ab und zu sind auch etwas seltenere wie Sturm-, Silber- oder Steppenmöwen dabei. Zum Ermatinger-Becken ist es nur ein Katzensprung. Ein guter Beobachtungsplatz ist der Schiffssteg von Triboltingen, wo oft die sonst in der Schweiz selten zu beobachtenden Sing- und Zwergschwäne anwesend sind. Auch Mittelsäger, Schwarzhalstaucher und viele Entenarten sind zu beobachten. Ein Sprung über die Grenze zur Insel Reichenau und ins bekannte Wollmatinger-Ried kann sich durchaus lohnen. Den Abschluss bildet meistens ein Halt im Café des bekannten Hüppenherstellers in Gottlieben.

 

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